Diese Seite wird laufend aktualisiert!Virusgrippe - eine bedrohliche Infektion
Husten, Schnupfen und Halsschmerzen gehören zum Herbst und Winter ebenso dazu wie das naßkalte Wetter und die langen Nächte. Eine Vielzahl von Viren und Bakterien können diese grippalen Infekte auslösen. Die Betroffenen fühlen sich matt, leiden an Schluckbeschwerden, müssen ständig niesen oder werden von Hustenattacken gequält. Diese Symptome sind zwar lästig und beschwerlich, klingen aber in der Regel nach wenigen Tagen ab.
Die echte Grippe ist gefährlich
Im Gegensatz zu den grippalen Infekten kann die echte Virusgrippe gefährlich werden. Die sogenannte Spanische Grippe forderte etwa in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts über 20 Millionen Tote. Die letzte schwere Grippeepidemie wütete 1968 und erlangte als Hongkong-Grippe traurige Berühmtheit.
Die Grippeviren - winzig klein und wandelbar
Grippeviren sind einige milliardstel Millimeter winzige kugelförmige Gebilde, die man nach ihrer Gestalt in drei verschiedene Gruppen einteilen kann. An ihrer Außenhülle tragen die Grippeviren zahlreiche stabförmige oder pilzartige Eiweißstoffe (= Proteine), die man H-Proteine bzw. N-Proteine nennt.
Beide Proteinarten besitzen die Fähigkeit, sich schnell zu verändern, und können dadurch der menschlichen Immunabwehr entkommen. Diese reagiert nämlich in erster Linie auf ihr bereits bekannte Strukturen. Atmet man die Grippeviren ein, können sie die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes befallen. Dann vermehren sich die winzigen Mikroorganismen und führen Entzündungen herbei. Das führt dazu, daß sich Bakterien an den entzündeten Stellen festsetzen und schwere körperliche Beschwerden verursachen können. Im schlimmsten Fall droht ein Kreislaufversagen mit Todesfolge.Wie kann man sich schützen?
Da Grippeviren rasch ihre äußere Gestalt verändern und überstandene Erkältungskrankheiten keinen ausreichenden Schutz bieten, empfehlen Experten wie die Forscher am Berliner Robert-Koch-Institut die Grippeschutzimpfung im September oder Oktober.
Es sollen sich vor allem Menschen impfen lassen, die an folgenden Krankheiten leiden:
- Herzkrankheiten
- Chronische Lungenkrankheiten
- Chronische Nierenleiden
- Zuckerkrankheit
- Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen)
- Immunschwäche
Auch für Kinder und Senioren
Ebenfalls empfehlenswert ist die Impfung für Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen, für ältere Menschen über 60 Jahre und für alle, die beruflich viel Kontakt zu anderen Menschen haben, zum Beispiel medizinisches Personal, Polizisten oder Busfahrer. Die Schutzdauer der Impfung beträgt jeweils ein Jahr.
Die Grippeschutzimpfung - jährlich wiederholen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt jedes Jahr bekannt, welche Grippeviren ihrer Ansicht nach im Winter gefährlich werden können. Gereinigte Bestandteile dieser Grippeviren werden gemischt und kommen als Impfstoffe in den Handel. Für den Winter 2008/2009 lautet zum Beispiel die Impf-Rezeptur folgendermaßen:
# A/Brisbane/59/2007 (H1N1)
# A/Brisbane/10/2007 (H3N2)
# B/Florida/4/2006Kein 100%iger Schutz möglich
Obwohl der Grippeimpfstoff Jahr für Jahr mit viel Sachverstand zusammengestellt wird, kann kein Experte die Zukunft mit letzter Sicherheit voraussagen. Daher bietet der Grippeimpfstoff naturgemäß keinen 100%igen Schutz. Dennoch muß man die Impfung als großen Erfolg bewerten. Mit ihr gelang es nämlich in den letzten Jahren, die Zahl tödlich verlaufender Grippeerkrankungen drastisch zu senken.
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